Probandenaufruf!

Schlafen im Dienste der Wissenschaft

Beeinflussen β-Blocker den Schlaf in der Höhe? Diese Frage stellte sich uns als sich im vergangenen Jahr zwei Patienten bei uns mit Schlafproblemen im Urlaub in Südtirol vorstellten. Unseren Messungen zufolge stellte sich bei den beiden Patienten bereits bei 1500m das Phänomen der periodischen Atmung ein. Normalerweise tritt dies bei Gesunden erst in deutlich höheren Regionen auf. Nach eingehenden Untersuchungen stellte sich heraus, dass der ß-Blocker die adäquate Anpassung der Herzfrequenz verhindert und die Entstehung von wiederkehrenden Atemaussetzern (periodischer Atmung) befördert.

Wir möchten diesen Umstand wissenschaftlich ergründen und suchen in diesem Zusammenhang Probanden die:

  • älter als 40 Jahre alt sind
  • einen ß-Blocker einnehmen (z.B. Bisoprolol od. Metoprolol)
  • keine Herzinsuffizienz haben

Ablauf der Tests:

1.      Voruntersuchung: Zur Voruntersuchung werden Sie von uns eingeladen. Diese dauert etwa 30 Minuten. Hier werden vor Allem Ihre anthropometrischen Daten Größe, Gewicht und BMI ermittelt. Außerdem wird eine Herzechokardiographie durchgeführt, um Ihre Herzfunktion zu analysieren. (Auswurffraktion) Der Herzultraschall ist ein nicht invasives Messverfahren, das keine Risiken birgt.

2.      Erste Testnacht: Sollten Sie zur Studienteilnahme geeignet sein, werden Sie von uns informiert und zum ersten Schlaftermin eingeladen. Gegen 21 Uhr werden Sie bei uns an ein Schlaflabor angeschlossen. Dieses Messinstrument erhebt eine Vielzahl von Daten wie Puls, EKG, EEG, Bauch und Brustbewegungen und Sauerstoff im Blut. Unser Augenmerk liegt dabei vor Allem auf Ihrer Atemtätigkeit. Diese Untersuchung ist ebenfalls nicht invasiv und läuft über Nacht weiter, während Sie schlafen. Am Morgen können Sie je nach Wunsch zwischen 6 und 8 Uhr unseren Höhenschlafraum verlassen und die Messung beenden.

3.      Zweite Testnacht: Die zweite Messung findet mindestens eine Woche später statt und läuft genauso wie die erste Nacht ab.

SchlaflaborSie werden die beiden Nächte in unserer Höhenkammer verbringen. In diese können wir den Sauersoffgehalt in der Luft derart verringern können, dass ähnliche Bedingungen wie auf 1500m herrschen. Sie schlafen also ohne Atemmaske und können sich nachts falls nötig frei in unserem Schlafraum und dem angrenzenden Bad bewegen.

Da diese Studie verblindet ist werden Sie nicht wissen in welcher Nacht Sie auf 450m und auf 1500m simulierter Höhe schlafen. Nach Ablauf der Studie können wir Ihnen gerne darüber Auskunft geben.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben und Interesse an einer Teilnahme haben kontaktieren Sie und bitte!